A simple mess

Als Erinnerung, dass das Leben endlich ist und wir nicht unendlich Zeit miteinander haben, haben Kristin und ich haben uns zwei Sanduhren besorgt. Jeder hat seine eigene in seiner Wohnung. Wenn wir uns streiten und emotional verhakeln, nutzen wir diese, um nicht zu viel Zeit mit Ärger und Rückzug und Opferdasein zu vertun. 10 Minuten ist ein Durchgang. Gut ist, dass man sie ja immer wieder umdrehen kann ;-)
Interessant ist, dass wir seitdem wir sie haben uns gar nicht mehr am Wickel hatten. 
Praktischerweise kann man die Sanduhr dann auch gleich für ein klärendes Zwiegespräch nutzen. Was das ist und wie Ihr besser miteinander in Beziehung kommuniziert, könnt Ihr bei uns in der Praxis lernen.
Wir freuen uns auf Euch!

Was wenn ich niemandem gehören würde

Was, wenn ich keinem gehören würde -
keiner mich schön oder hässlich finden würde,
keiner meinem Sein so viel Bedeutung geben würde,
dass die Schwere von „falsch“ oder „richtig“ ständig wie ein Damoklesschwert über mir hängt,

mich einengt wie ein Fließband, auf dem die richtige, die liebenswerte, die erleuchtete Kristin produziert wird

wenn auch ich selbst mir weniger Bedeutung geben würde,
und es mir egal wäre, was die anderen von mir halten,
dann könnte ich tun und lassen, was ich jetzt gerade will und meinem
so scheinbar widersprüchlichen Wesen völlig freien Lauf lassen,
dann wäre ich frei ganz ich zu sein,

diese wunderbare Welt zu entdecken, mich zu entdecken als Mittelpunkt meines Universums, jeden Tag, jede Minute neu, und auch andere Menschen zu entdecken im Hier und Jetzt und nicht in der Versklavung für den Rest meines Lebens oder die Länge unserer Beziehung, so lange wir es eben gerade miteinander aushalten, ich wäre frei davon, für dich deine Erwartungen erfüllen zu müssen und sei es nur, die weiche Unterlage, die du mir aus Liebe bringst, annehmen zu müssen, weil du es doch in Liebe getan hast. Auch das hält mich gefangen, weil dann bin ich es wieder die aus der Liebe fällt, jedenfalls das was wir für Liebe halten.. Harmonie, es dem anderen recht machen, gemeisam schwingen - was so wundervoll ist, wenn es von allein geschieht und ich dem anderen aus vollem Herzen dienen kann und gleichzeitig ist es als Diktat dessen, was wir haben wollen, so ein großes Gefängnis.

mich engt es ein, wenn du mich toll findest.. natürlich kannst du tun und lassen, was du willst,  nur dass du weißt, ich fühl mich dazu verpflichtet, immer so toll sein zu müssen, weil du mir diesen Rahmen vorgibst. und dann enttäuscht bist, wenn ich da wieder rausfalle.. ich selbst dann enttäuscht bin, wenn ich da wieder rausfalle und es wieder mal nicht geschafft habe, die Erwartungen von dir und mir zu erfüllen und in Liebe zu sein, also das, was wir dafür halten  .. weil ich bin wie ich bin und offenbar bin ich anders, aber auch das sind wir alle, ich weiß

Beziehung, die ich immer so wollte und ersehnte, ich sehe jetzt dein wahres Wesen und ja, ich will dich und ich will dich auch nicht.. oft scheinst du der Liebe im Wege zu stehen, wenn Liebe einfach nur sein bedeutet, einfach nur ich sein. ohne richtig und falsch und angemessen und unangemessen, wenn wir uns einfach nur begegnen könnten und offen für die Überraschung wären, was diese Begegnung hervorbringt, ohne alle Vorstellungen davon, was zu passieren hat, damit es schön ist

und ja, ich liebe meinen Mann und für dich, lasse ich mich in Beziehung pressen von dir und von mir, diese Ausnahme mache ich gern. gemeinsam mit dir möchte ich ausprobieren, was Beziehung eigentlich bedeutet und wir werden es herausfinden, da bin ich ganz sicher und wenn es den Rest unseres Leben dauert. Freie Liebe bedeutet für mich nicht, dass ich mit vielen Menschen Beziehung eingehe - Sklaverei so scheint es gerade, sondern dass ich es erstmal mit einem schaffe, ganz ich zu sein. frei von deinen und meinen Erwartungen im Vertrauen dessen, dass es gut ist. dass es das Leben ist, was wir zu leben haben, dass das Leben ein Geschenk ist, das viel größer ist, als wir erahnen können und erleben können, so lange wir in den alten Schienen von „sollte“ und „müsste“ und weiterleben.  Danke, dass ich die mit dir sein kann, die ich bin.. jeden Tag mehr.

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Tough mudder - Yes, we can !

18 km Hindernislauf mit viel Schlamm

Vor ca. einem Jahr saß ich im Zug von Leipzig nach Köln und habe im DB-Journal mit großem interesse einen Erfahrungsbericht über den Tough mudder, einem Hindernislauf bei dem es um Teamgeist und Kooperation geht, gelesen. Nach Beendigung der Lektüre wusst ich sofort, dass ich an diesem Event auch teilnehmen möchte. Nun war es soweit. Seit dem 25. September 2016 bin auch ich ein tough mudder ("zäher Matscher" - yeah.  Ich hatte ein paar Monate vorher angefangen dafür zu trainieren. Die geplante Teilnahme war ein funktionaler Anreiz, um wieder fit zu werden. Mittlerweile laufe ich locker 20 km am Stück - und das will was heißen: vor 4 Monaten war ich noch nicht in der Lage 2 km ohne Krämpfe und Sauerstoffzelt zu absolvieren ;-)  Ich möchte dieses Event unbedingt empfehlen. Es ist sehr gut organisiert und der Aufbau der Hindernisse sehr durchdacht. Auch atmosphärisch für ein Großevent sehr angenehm. Am besten läuft es sich in einem Team. Und das Ganze ist mit ein Wenig Fitness gut zu schaffen. Vorher und Nachher sahen so aus:

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Gestalttherapie als ritual - die Heldenreise

Die Heldenreise von Paul Rebillot boomt zur Zeit und ist das einwöchige Abenteuer, der kreativen Selbsterfahrung. Seit Sommer 2015 kamen gehäuft Klienten zu mir, die an dieser rituellen Gestaltarbeit teilgenommen haben und mir sehr begeistert davon berichteten. Angetan von den Berichten meiner Klienten entschloß mich daraufhin auch teilzunehmen und bin vor kurzem im Mai 2016 über den Verein "Irgendwie anders" zur eigenen Heldenreise aufgebrochen. Bei der Heldenreise geht es im Wesentlichen um die Konfrontation zwischen widerstreitenden Polen (hier Held und Dämon), die jeder kennt und die uns im Alltag massiv blockieren können. Im Optimalfall gelingt die Vereinigung der beiden Pole miteinander. Es ist erstaunlich was der Gestalttherapeut Paul Rebillot in den 60/70er erschaffen hat und wie integrativ er bei der Umsetzung vorging. Das Konzept ist durchdacht und wird von "Irgenwie anders" lebendig mit gestalttherapeutischer Haltung umgesetzt. Eine Teilnahme kann ich jedem empfehlen, der den Ruf seines Herzens hört und folgen will. Zudem gibt diese Selbsterfahrungswoche für Neulinge mehr als einen Einblick und Geschmack davon was Gestalttherapie eigentlich ist.

Hier noch ein Interview zur Heldenreise.

 

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Das Heilsame Lachen

Anbei ein Video.

Danke, fürs Lachen - do not forget to smile every day ;-)

 

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Angst - der Weg rein ist der Weg raus!

Immer wieder kommen Klienten zu mir, die große Angst haben. Oft ist die Angst vor der Angst sehr stark und es wird versucht sie zu vermeiden. Dabei scheint die größte Angst nicht die vor dem Sterben zu sein sondern vor der eigenen Lebendigkeit. In diesem unterhaltsamen Kurzvideo von „Mr. Ramesh“ wird das Wesen der Angst anschaulich verdeutlicht. Vielleicht hilft es Dir ein wenig Distanz zu Deiner Angst zu entwickeln und zu schmunzeln ?! Mir hat es hat es jedenfalls geholfen etwas neugieriger ;-) auf meine Angst zu werden.

Horst

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Floating - einmal Nirvana und zurück ?

Floaten oder Floating (engl. = Schweben) bedeutet, an der Oberfläche einer nahezu gesättigten Lösung aus Wasser und Salz zu schweben. Mit der Wellness-Welle ist das Interesse am Floaten in Deutschland wieder angestiegen. Es gibt 3 sich überschneidende Stränge des Floatens: Wellness, medizinische Anwendung und Selbsterfahrung.

 

Einige Kurzentren und Wellness-Anlagen bereichern ihr Angebot durch die Aufstellung eines Floatariums. In Wellnesscentern steht der allgemein entspannende Aspekt des Floatens mit Musik im Vordergrund.  Ein Zeichen der Wellness-Ära sind auch die Float-Rooms (z.B. floaten zu zweit oder mit mehreren Personen).


Im medizinischen Bereich wird derzeit das Floaten in der Schmerzmedizin, Orthopädie, Dermatologie und Sportmedizin erforscht. Erste Kliniken nutzen das Floating z.B. zur Behandlung von Rheuma. Der Deutsche Floatingverband setzt einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die wissenschaftliche Erforschung des Floatings.
Der Dritte Bereich des Floatens - die Selbsterfahrung - ist eng mit der Vorgeschichte des Tanks und seinem Erfinder John C. Lilly verknüpft. Der Delfin- und Bewusstseinsforscher John C. Lilly entwickelte 1954 den Isolationstank, um Auswirkungen von sensorischer Deprivation (Dunkelheit, Stille, Schwerelosigkeit) auf die Gehirnaktivität zu untersuchen. Er fand heraus, dass das Gehirn in einen besonderen Entspannungszustand gerät, der bezogen auf die Gehirnwellenfrequenz zwischen Wachen und Schlafen angesiedelt ist (Theta-Wellen). Damalige Fachkollegen betrachteten Lillys exzessive Selbstversuche skeptisch. Man war der Meinung, dass totaler Reizentzug Menschen geisteskrank machen würde. Lilly erlebte im Floating-Tank jedoch das genaue Gegenteil und war überzeugt von der positiven Wirkung. Für den Floating-Pionier handelte es sich dabei eindeutig um veränderte Bewusstseinszustände. Besonders tiefe Bewusstseinszustände erreichte er durch die Einnahme von psychoaktiven Substanzen wie LSD oder Ketamin im Isolationstank. John C. Lilly behauptete außerdem, dass an keinem anderen Ort eine derart tiefe Entspannung für alle Muskelgruppen zu erreichen sei wie beim Floating. Er sah und erlebte Floating als Möglichkeit um „Meta-Programmierungen“ der Persönlichkeit zu verändern und beschreibt seine Erfahrungen ausführlich in dem sehr lesenswerten Buch „Im Zentrum des Zyklons“. Beeindruckend finde ich sein akribisch hypothesenprüfendes Vorgehen bei der Bewusstseinserforschung.

 

Nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, bin ich floaten gegangen, um mir selbst einen Eindruck zu verschaffen.
Ich habe gleich 2 Stunden Isolation gebucht und war überrascht mit welcher Leichtigkeit mein Körper im Wasser schwebte. Anfängliche Gedankenaktivität beruhigte sich schnell. Die räumliche Orientierung verlor sich ebenfalls nach kurzer Zeit. Das Wasser fühlte sich weder warm noch kalt an. Ich konnte die meiste Zeit im Tank sehr genießen und entspannen. Gegen Ende empfand ich die zweistündige Regungslosigkeit dann doch etwas anstrengend und war dann froh als eine leise Musik mir dann signalisierte, dass die Zeit um war. Ich stieg aus dem Tank und duschte mich und war erstaunt und zugegeben auch etwas enttäuscht, das zweistündiges Floaten zwar Entspannung aber überhaupt keine veränderte Bewusstseinszustände bei mir hervorgebracht hat, obwohl ich mich nach meinem Eindruck sehr auf das Floatingerlebnis einlassen konnte. Ich habe mich allerdings den ganzen Tag wohl gefühlt und den restlichen Tag mit Sonnenschein im Park genossen.
Ich kann floaten nach meinem ersten Eindruck jedem empfehlen, der sich entspannen möchte. Eine Stunde reicht jedoch aus, ist ganz nett, führt nicht jedoch nicht gleich ins Nirvana (hier im Sinne kompletter Ich-Auflösung gemeint). Das sind zumindest auch die Floatingerfahrungen von Freunden und Bekannten. Bei etwas Übung sind jedoch vermutlich Samadhis (tiefe Versenkungszustände) zu erreichen. Gekoppelt mit einer anschließende tiefgehenden Massage wie z.B. Rebalancing kann es mit Sicherheit medizinische oder therapeutische Effekte haben und geht über den reinen Wellnessbereich hinaus. Um sich dem Nirvana anzunähern oder wie Lilly schreibt, um den menschlichen Biocomputer umzuprogrammieren braucht es vermutlich mehrstündiges exzessives floaten (mind. 3 Stunden), was körperlich anstregend wird oder/und Zusatzmittel. Die Metastudie Flotation-REST (Restricted Environmental Stimulation Technique) kommt zumindest zu dem Schluss, das Floating Entspannungsverfahren, wie progressiver Muskelentspannung oder autogenem Training, überlegen sein könnte. Mein Fazit nach einem ersten Eindruck: Floating ist als Hilfsmittel zum Abschalten ganz nett, jedoch auch nicht über zu bewerten.

Ich möchte für das Floaten in Leipzig die Gesundheitspraxis Prana in der Gottschedtstrasse  empfehlen. Es hat mir dort gut gefallen! Und es wird auch die vielversprechende Kombination von  Floating und Rebalancing angeboten.

Horst Vogt

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Wo die Liebe Hinfällt, kann man sie nicht liegen lassen

In sieben Minuten zeigt dieser Kurzfilm, wie eine Beziehung beginnt, ihren Höhepunkt erlebt und wieder endet. Was hat dieses Pärchen wohl falsch gemacht? Was hätten Sie anders machen können?
Wenn Ihr darauf keine Antworten wisst, dann kommt gern in unsere Paarberatung ;-)

 

Viel Freude beim Schauen:

 

Me & You from Jack Tew on Vimeo.

 

gefunden von Kristin bei der ZEIT

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